Wir rollen das Feld wieder auf und kommen mitten ins katalanische Referendum… :-)

Lang ist`s her, 2 Monate, dass wir unseren letzten Blog geschrieben haben.
Wahrscheinlich sind wir die schlechtesten Blogger der Welt 😀
Aber verzeiht uns bitte unsere Faulheit – dafür geht es jetzt weiter…

Unser Weg über Schweden führte uns zur Fähre, die uns von Trelleborg nach Rostock übersetzte.
Anfang September in Deutschland war das Wetter – bescheiden…
Wolkenverhangener Himmel, immer wieder Regen und kühl.
Wir mussten zügig den Weg nach Süden aufnehmen.
Also machten wir uns auf direktem Weg auf zu unserem „Heimatort“, um das Wohnmobil umzupacken, weil wir natürlich einiges an Kleidung auf der iberischen Halbinsel nicht benötigen.
Unser Aufenthalt war knapp 2 Wochen lang, in denen wir so gut wie jeden Tag Freunde oder Familie besucht haben 😉
Einige Erledigungen gemacht, Termine wahr genommen, Wohnmobil kurz in die Werkstatt, den Roller gesattelt und dann ging es auch schon weiter in den ersehnten Süden – der Sonne hinterher.
Geplant waren Spanien, Portugal & Marokko.
Dazu aber demnächst mehr…..

Apropos Marokko – um mit unseren Hunden dort ein- bzw. wieder nach Spanien ausreisen dürfen, mussten noch einige Formulare besorgt werden.
Die Impfungen wurden kontrolliert, Wurmkuren mitgegeben und wir benötigten eine „Titer-Bestimmung“, wobei anhand eines Blutbildes geprüft wird, ob regelmäßige Impfungen, wie Tollwut, durchgeführt wurden. Diese ist nötig, um eben von Marokko wieder nach Spanien einreisen zu dürfen. Kosten 113€/ Hund.
Evil war in den letzten Wochen immer unruhiger, worauf wir auch noch Ihr Herz untersuchen ließen. Unregelmäßige Herztöne schienen die Ursache für ihre Unruhe zu sein.
Also kamen noch Herzmedikamente dazu – was tut man nicht alles für seine Lieben 

Weiter im Text – Richtung Süden…
Mitte September machten wir uns auf, um langsam aber sicher weiter zu kommen.
2 Wochen lang wurden wir von Markus`s Eltern begleitet, die mit ihrem Wohnmobil bis nach Barcelona mitfuhren.
Unser erster Stop war aber noch in Deutschland, genauer gesagt an der Mosel im kleinen Örtchen „Neef“.
Am Wochenende war dort Strassenweinfest und wir trafen uns auf dem dortigen Stellplatz mit 2 befreundeten Paaren. Es gibt Ver- und Entsorgung sowie Strom. 8€ (50°5`40.92 / E7° 8`14.31)
Zusammen genossen wir 2 Tage auf dem Platz und besuchten das Fest mit äusserst leckeren Weinen und hausmännischer Kost der verschiedenen Straußwirtschaften.


Zur Zeit wird in Neef, direkt AM Stellplatz, Fels abgebaut und dementsprechend laut war es den ganzen Tag – ab 8Uhr und das auch am Sonntag. Wer also vor hat, in den nächsten Monaten dorthin zu fahren – fahrt lieber einen anderen Ort in der Nähe an 😉
Die 2 Tage gingen aber trotzdem viel zu schnell um und so mussten wir schon wieder Abschied nehmen…
Aber wir sehen uns bald wieder.

Sonntag Mittag ging es also los – wieder wollten wir mautfrei durch Frankreich kommen und fuhren los.
Luxemburg war nicht weit entfernt, also steuerten wir den Grenzort „Dudelange“ an, in dem wir noch einmal unsere Dieseltanks volllaufen ließen. (0,99€/L)

Im Anschluß daran ging es über die offene Grenze nach Frankreich und über Land- und Schnellstraßen in Richtung Nachtlager.
Das fanden wir am Cad `d Agde in Frankreich. Ein Parkplatz direkt hinter dem langen Sandstrand. (N43°16`55.91 / E3°22`38.17)


Schnell was zu essen gemacht und ab ins Bett – wir haben viele Kilometer gemacht…
Denn am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter.
Wir fuhren die kurvige Landstrasse bis nach Spanien über und passierten die Grenze bei „Le Perthus“.
Schon in Frankreich haben wir gemerkt, wie es immer wärmer wurde – herrlich und das Anfang Oktober.
Unser nächstes Ziel wurde angesteuert – freies Stehen südlich von Empuriabrava direkt hinter dem Sandstrand.
Der Sandplatz liegt zwischen Empuriabrava und Sant Marti d`Empuries. (N42°13`23.52 / E3°6`58.42)

Hier sind Surfspots wonach der Wind auch kräftig weht. Für uns zu kräftig – also machten wir wieder ein paar Kilometer…
Der nächste Platz war auch zügig gefunden.
Über eine schmale Piste, mit tief hängenden Ästen der Bäume, bahnten wir uns den Weg zu einem der bisher herrlichsten Plätze – an eine Bucht bei dem Ort Palamòs: Die Cala S`Alguer.
(N41°51`38.51 / E3°8`58.66)
Sind das nicht herrliche Ausblicke…?!


Nach 2 Tagen an diesem ruhigen, wunderschönen Fleckchen Erde entschieden wir, die Hauptstadt der Provinz Girona zu besuchen.
So fuhren wir den mitten in der Stadt liegenden Stellplatz in Girona an. 10€ inkl. Ver- und Entsorgung sowie Strom (extra) und wifi. (N41°59`2.4 / E2°48`50.68)
Nicht schön, da komplett asphaltiert über einer Tiefgarage und zwischen Häusern – aber eben praktisch, da zentrumsnah. Die Betreiberin war sehr nett und gab uns Infos sowie einen Stadtplan von Girona für unseren Stadtbesuch.
Zu unserem Glück war an dem Tag auch Wochenmarkt. Dieser findet dienstags und donnerstags im nahe liegenden Parc de la Devesa statt. Wirklich wunderschön sind die einzelnen Stände unter den über 2600 Stück und bis zu 50 Meter hohen Platanen aufgebaut.


Wie überall gibt es Kleidung, Küchenutensilien, Schuhe und natürlich Obst & Gemüse zu günstigen Preisen.
Nach dem Marktbesuch und einer anschließenden Siesta machten wir uns auf, um ein wenig Gironas Altstadt zu erkunden.


Es war mittlerweile Ende September und in Katalonien stand die Wahl der Unabhängigkeit bevor. Wie noch immer in den Medien präsent ist dies ein längeres Thema, welches wir hier auslassen werden.
Aber wir bekamen natürlich überall mit, dass sich etwas bewegen sollte…


Gironas Altstadt hat, wie die meisten, sehr schöne kleine Gassen, Treppen und Hinterhöfe, die alle ihren eigenen Charme haben. Viele kleine Bars und Cafes säumten die einzelnen Gässchen. Kleine Kunstläden, Vinotheken usw…


Eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Kathedrale Santa Maria. Der Bau der Kirche begann schon um 1300 und wurde erst Jahrhunderte später fertiggestellt im 17. Jahrhundert. Ein imposantes Bauwerk.


Weitere sehenswerte Bereiche sind das jüdische Viertel sowie ein Spaziergang über die Mauer von Girona, von der aus man einen herrlichen Blick über Girona haben soll. Wir mussten den Spaziergang leider auslassen…
Zurück am Stellplatz angekommen wollten wir die Nacht nicht zwischen all den Häusern und Balkonen verbringen und fuhren wieder hinaus ans Meer.
Wir fanden unser Nachtlager wieder an der Costa Brava in Malgrat de Mar. (N41°38`52.8 / E2°46`14.77)


Es war die Nacht vor der Unabhängigkeitserklärung.
Parkstreifen mitten am Strand vor einem Campingplatz – wir wurden geduldet 😉
Hier mochten wir aber nicht für länger stehen bleiben, daher ging es weiter.
Auf dem Weg sahen wir überall riesengroße Menschenschlangen vor den für die Wahl ausgewählten Wahlorte wie Sporthallen oder Gemeindezentren. Die Wahlbeteiligung schien groß.
Es ging ein bisschen weiter bis nach Arenys de Mar.
Dort stoppten wir – wieder – am Strand und konnten bei angenehmen Temperaturen einem Motorsegler beim starten zusehen. (N41°34`54.12 / E2°33`59.97)


Die Nacht war sehr ruhig und auch die Guardia Civil fuhr einige Male am Strand entlang.
Der nächste Tag begann…mit Sonne.
Dann gab es aber doch ein Problem – das Wohnmobil von Markus´s Eltern war kaputt bzw. die Bremsen, woraufhin wir eine Werkstatt aufsuchen mussten.
Was dabei herauskam und warum wir auf einen Campingplatz mussten bekommt Ihr im nächsten Blog mitgeteilt…

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One comment on “Wir rollen das Feld wieder auf und kommen mitten ins katalanische Referendum… :-)”

  1. werner sagt:

    Wenn ich mir den Bericht und die Bilder noch mal verinnerliche, muß ich sagen, es war eine sehr schöne Zeit mit Euch. Wir haben viel gesehen und viel unternommen. Danke nochmal für alles. Alles Liebe Mama und Papa!

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