Unter Wölfen bei Vollmond, spanischer Fußball und ein abgerissenes Wohnmobildach…

…es ging auf`s Wochenende zu. Die Schmutzwäsche wurde immer mehr, die Straßen voller und das Wetter besser. Also entschlossen wir uns, über das Wochenende auf einen offiziellen Stellplatz zu gehen. Dieser war in „Rincon de la Victoria“ (20Min von Malaga entfernt / 500m bis zum Strand).


Hier konnten wir unsere Wäsche waschen und trocknen, ver- und entsorgen, in der Sonne sitzen und ein paar Kontakte knüpfen. Bei dieser Gelegenheit des bewachten Stehens holte Markus sich kurzerhand eine Eintrittskarte für das Heimspiel des Malaga CF gegen Deportivo Alaves, welches am Samstag um 18:30h statt fand.

Der Samstag Vormittag war entspannt und nach dem Frühstück ging es ruckzuck mit dem Bollerwagen und beiden Hunden an den Strand – bei wolkenfreiem Himmel und 28*C.


Im Osten des Strandes gibt es einen ausgewiesenen Strand, auf dem Hunde erlaubt sind. Dort ließen wir uns für ein par Stunden nieder und genossen das herrliche Wetter.

Am Nachmittag wurde der Roller von der Bühne gefahren und Markus fuhr damit zum Stadion nach Malaga, um sich Stadion und Spiel anzusehen. Malaga verlor durch einen Last-Minute Treffer in der Nachspielzeit mit 1-2. Trotzdem war es ein sehr interessanter Besuch und ein herrlicher Ausblick vom Oberrang aufs Spielfeld sowie gleichzeitig in die Berge.


Anders als in Deutschland: Im Stadion gab es keine Pommes, Chips & Bier sondern alkoholfreies San Miguel aus der Dose sowie Sonnenblumenkerne. Das war auch nirgends zu übersehen :-)


Madi kümmerte sich derweil um „Haus und Hof“ (und die Wäsche…) und hatte während des Abends noch einige nette Gespräche (Lieben Gruß an Andrea & Friedel aus Bottrop!)

Der nächste Tag sollte etwas besonderes für uns werden – und wurde es auch. Aber dazu gleich.
Das Wetter blieb stabil, die Sonne schien und wir fuhren von der Küste in Richtung Hinterland und suchten uns einen Picknickplatz für den Mittag.


Anschließend ging es wieder nach Antequera. (Da waren wir doch schon…?!)
Richtig. Und als wir vor 1 Woche hier waren, haben wir einen Termin fest gemacht. Etwas südlich von Antequera gibt es den „Lobo Park“, ein Park, in dem Wölfe ungestört leben.


Daniel Weigend und Alexandra Stieber (Deutsche) haben den Park 2002 privat gegründet und ab 2004 den Menschen öffentlich zugänglich gemacht, so dass Jeder der Interesse an Wölfen hat, eine Führung durch das ca. 400.000m² große Gelände machen kann. Die Tiere sollen „wild“ leben, damit das Team die natürliche Lebensweise und das Verhalten der Tiere erforschen und studieren kann. Und das geht eben nur, wenn Wölfe nicht gezähmt oder verändert werden. Das Gelände ist unterteilt in mehrere große Gehege, in denen die einzelnen Wolfsarten leben und auch ihre Nachkömmlinge heranziehen – ohne jeglichen Eingriff von außen. Im Park gibt es den Timber Wolf (aus den kanadischen Wäldern), Alaskan Tundra (Eiswüsten und Kältegebiete), Iberian Wolf (Spanien) und europäische Wölfe (ganz Europa).
1x im Monat gibt es eine besondere Führung bei Vollmond – „Die Wolfsheulnacht“.
Kurz bevor der Mond am Himmel hoch kam begann die Führung. Zuerst durfte man sich im Auffanggehege des Parks frei bewegen. Dort wurden Tiere aufgenommen, die gefunden oder gebracht wurden, um ihnen ein neues Leben zu ermöglichen.


Anschließend gab es Tapas für die Besucher und nachdem alle gesättigt waren ging es los. Jeder bekam eine Taschenlampe und es ging durch den Park. Daniel geht zu den jungen Wölfen ins Gehege, nicht um Sie zu zähmen, sondern um Sie daran zu gewöhnen, da manchmal Menschen (Tierarzt) hinein müssen. Mit ihnen zusammen gab es das erste Geheule – sehr imposant…

Weiter zu den anderen Wölfen, den Vollmond im Nacken, und immer wieder das Geheule der Tiere.


Uns wurde alles erklärt, viel informatives mitgegeben, was hier jetzt den Rahmen sprengen würde. Kurzum – wir waren sehr zufrieden und beeindruckt, mit welcher Leidenschaft alle Beteiligten im Team arbeiten und agieren. Nach knapp 2 1/2Std war die -Führung zu Ende und es gab zum aufwärmen – „german Glühwein“ 
Wir durften auf Nachfrage die Nacht vor dem Park verbringen und schliefen wirklich ruhig…


Die Temperatur sank von 28*C auf 5*C in der Nacht. Das war wirklich extrem und wir machten uns schnell wieder auf den Weg in Richtung Küste.


Wir verbrachten einige Zeit an der Steilküste und genossen die restliche Sonne.


Das Wetter zog sich langsam aber sicher wieder zu, wir fuhren weiter und unterwegs fing auch der Regen an.
Stopp machten wir in Salobrena, da wir noch eine Besorgung an liebe Bekannte abgeben mussten 😉
Der Regentag war geprägt von faulenzen und TV gucken.
Zudem haben wir Beide seit Tagen einen üblen Husten und Halsschmerzen, also kommt die Ruhe wie gerufen.
Der nächste Tag war sehr stürmisch und nach dem enstapnnten Frühstück am Strand mit Christine & Ralf tankten wir den Wagen voll und wollten Kilometer machen – in Richtung Murcia.
Beim befahren der Autobahn mussten wir ordentlich gegenlenken, weil es unentwegt stürmte und immer heftiger wurde, sodass wir mitunter nur 80km/h fahren konnten.
Dann, kurz vor Almeria, trauten wir unseren Augen kaum: Auf der linken Fahrbahn lag ein Wohnmobildach. Abgerissen. Vom Wind runter gefegt.


Überall flogen Papiere und Klamotten durch die Gegend. Und das beste dabei: KEIN MENSCH hielt an um dem armen Mann zu helfen !! Wir könnten selbst auch mal in solch eine Situation kommen, also ab in die Bremse und ausgestiegen. Dach von der Fahrbahn getragen, Solarplatten weggeschleppt, Klamotten und Papiere eingesammelt… Es war wirklich krass, dass nur durch den Wind ein ganzes Dach vom Wagen weggerissen wird.

Der gute Mann wollte die nächste Ausfhart (Almeria) raus und in die nächste Werkstatt. Wir fuhren demnach weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz – natürlich vorsichtig bei dem Sturm…
An der Costa Blanca nahe Alicante machten wir halt auf einem Sandplatz direkt am Strand. Hier stehen zig Wohnmobile, aber wir wollten etwas windstill stehen, also quetschten wir uns mit hinein.


Der Ort heisst „El Pinet“ und direkt vor dem Platz gibt es eine Bar bzw. Restaurant, in der an jedem Wochenende Live Musik spielt. Aber so lange wollten wir nicht bleiben und fuhren nach 2 Nächten weiter.
Vorher haben wir uns auf dem Markt in Gaurdamar del Segura mit frischem Obst, Gemüse und Brot eingedeckt. Wieder zu sehr günstigen Preisen…darauf tranken wir einen Tinto de Verano und genossen die Sonne bei weiterhin viel Wind an einem weiteren Stellplatz in der Nähe.

Heute haben wir uns auf den weiten Weg nach Peniscola gemacht, um dort am Meer das sonnige Wochenende zu verbringen…

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