Norwegen: Alkohol zum selbermachen, eine Rundreise und die ersten Tage als Gästebetreuer…

…und wir fühlen uns dabei immer wohler. Das Land. Die Leute. Die Fische…
Die Mentalität der Norweger scheint im Allgemeinen etwas anders im Vergleich zu Deutschland.
Ein kleines Beispiel: Wenn wir in Deutschland z.B. im Supermarkt einkaufen, dann schaut jeder Kunde auf seinen Einkaufszettel oder aber sucht nach den Dingen, die er benötigt. Wenn der Kopf dann doch mal hoch kommt und man in die Gesichter schaut, kann man nicht wirklich oft ein Lächeln oder ähnliches entdecken – so unsere Wahrnehmung.
Hier in Norwegen dagegen grüßt Dich jeder, egal ob bekannt oder fremd. Beim Einkaufen lächelt Dich Jeder an – Kinder, Männer und Frauen. Alle sind sehr entspannt und wirklich äußerst freundlich.
Wir haben uns ein wenig eingelesen in Reiseführern und dort wurde auch diese besondere Offenheit und Freundlichkeit der hier lebenden Menschen betont.
Das gibt einem ein ganz anderes Gefühl, als die oftmals verbitterten, gestressten Gesichter in Deutschland…
Stress scheint hier eh ein Fremdwort 
Da wir gerade beim Thema „Einkaufen“ sind:
Norwegen ist ja bekanntlich teurer als Deutschland.
Die Preise liegen ca. 30% über dem Europa-Durchschnitt, jedoch ist der Verdienst der Norweger auch deutlich höher als der Durchschnitt.
Lediglich die Schweizer bekommen mehr Gehalt.
Besonders „teuer“ ist in Norwegen Tabak und Alkohol. Darauf gibt es extra Steuern, beim Alkohol wohl zudem Prozentabhängig.
Als Beispiel kostet hier eine 0,5L Dose Bier ca. 3.-€, also ist man bei einem Sixpack schnell mal an die 20.-€ los.
Wohl aus diesem Grund setzen die Menschen hier auch gerne selber Alkohol an.
Es gibt Behälter für Wein, leere Weinflaschen und verschiedene Sorten im Supermarkt zu kaufen.


In den letzten Tagen haben wir uns mehr und mehr mit der Ferienhausanlage und der Umgebung vertraut gemacht, um uns demnächst als alleinige Betreuer bestens um die Gäste kümmern zu können.
Das bisherige Feedback über die Ostertage war äußerst positiv und das freut uns sehr, da wir auf diesem Gebiet ja eher „Neulinge“ sind.
Daher sind wir guter Dinge, bis Anfang September problemlos die Stellung zu halten.


Die nächsten Tage werden hier etwas ruhiger, aber ab Anfang Mai sind hier wieder viele Häuser besetzt, so dass wir dann voll und ganz los legen können.


In dieser „freien“ Zeit haben wir uns ins WoMo gesetzt und sind für 2 Nächte in die Umgebung eingetaucht.
Unsere Tour führte uns durch mehrere Orte wie „Olen“ oder „Etne“. Die Gemeinde Etne hat die besten Lachsgewässer des Landes, die Saison beginnt aber erst im Juni… Zudem gibt es in Etne auch kulturelles zu betrachten, wie z.B. Felszeichnungen die um 1800-500 v.Chr. erstellt wurden (die meisten der Region befinden sich hier).
Weiter ging es am See „Stordalvatnet“ vorbei. Wunderschöne Rast- und Angelplätze befinden sich hier entlang der Strasse. Der See ist ein Süßwasser-See und man benötigt eine Erlaubniskarte (meist in der örtlichen Tankstelle zu bekommen für kleines Geld). Es sollen dort Forellen, Saiblinge, Aale und sogar Lachse vorkommen.


Am See vorbei Richtung Osten kamen wir zum „Akrafjord“. Dort gibt es einen sehr imposanten Wasserfall – der „Langfoss“. Dieser ist mit 612m Fallhöhe der 5.-größte Wasserfall in Norwegen und wirklich imposant.

Es ging weiter durch die Schlucht „Rullestadjuvet“ in Richtung „Odda“.

Entlang am Fuße des „Folgefonna-Gletschers“ fuhren wir durch schneebedeckte Landschaft.

Der Weg dorthin wird auch „Fossenes dal“ (Tal der Wasserfälle) genannt. Hier gibt es wirklich unzählige davon – Einer schöner als der Andere. Mit einer Fallhöhe von 165m ist der „Latefoss“ der wildeste und schönste der Wasserfälle entlang der Hauptstraße.

Odda selbst ist als reiner Industrieort umgeben von Hochgebirge und wunderbarer Natur in Norwegen sehr gut bekannt. Die Gemeinde liegt am „Sorfjord“ bzw. „Hardangerfjord“. Durch die Industrie sollte man bei dem Genuss von Fischen aus diesem Fjord vorsichtig sein, da z.B. der Leng mit Schwermetall belastet sein kann.
Odda ist darüber hinaus aber auch der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen auf der berühmten Hochebene „Hardangervidda“. Die größte Hochebene Nordeuropas ist mit 3430m² der größte Nationalpark Norwegens.
Unser Weg führte uns noch etwas nördlicher durch unzählige Obstplantagen bis zum Ort „Agatunet“, wo wir auch unseren ersten Übernachtungsplatz fanden.

Einen besseren Platz für die Nachtruhe gibt es wohl kaum, oder…?!


Am nächsten Morgen ging es weiter, immer entlang des Hardangerfjords, bis nach „Sunde“.


Dort mussten wir ein wenig auf die Fähre warten, die uns hinüber nach „Leirvik“ bringen sollte. In dieser Zeit konnte Markus einen Dorsch vom Anleger aus verhaften.
Merke: Beim warten auf die kurzen Fähren immer mal die Spinnrute ins Wasser halten 😉


In Leirvik angekommen fuhren wir weiter in Richtung „Sveio“ und konnten dort unser nächstes Nachtlager an einem ruhigen Picknickplatz mitten auf dem Land…


Da das Wetter am nächsten Morgen nicht das Beste war, entschieden wir uns, die Tour etwas zu verkürzen und fuhren schon wieder zurück bis nach Hagland-Lille um uns auf die nächsten Tage vorzubereiten.


Unser Fazit: Wir haben bisher alles richtig gemacht und freuen uns auf die nächsten Monate hier in Norwegen. Unserer Aufgabe als Gästebetreuer sind wir gewachsen.

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One comment on “Norwegen: Alkohol zum selbermachen, eine Rundreise und die ersten Tage als Gästebetreuer…”

  1. werner sagt:

    Ich bin stolz auf Euch.Viel Spass und bleibt gesund.

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